Sonntag. Familienzeit in leisen Momenten

Sonntag ist oft Familienzeit.
Mit einem Kind von 17 Jahren ist das keine Selbstverständlichkeit mehr, sondern etwas, das passiert – oder eben nicht.
Heute war so ein Tag, an dem es passiert ist.

Wir waren gemeinsam im Focke-Museum und haben uns die Duckomenta angeschaut.

Die Duckomenta ist eine Augenzwinkern-Ausstellung:
Weltgeschichte, Kunst und große Ikonen – neu erzählt, als hätten Enten sie erschaffen oder bevölkert. Da hängt die Mona Lisa mit Schnabel, da wird Historie spielerisch verfremdet. Humorvoll, schräg, überraschend – und doch mit erstaunlich viel Liebe zum Detail.

Mir selbst fällt dabei immer wieder auf, wie sehr mich Bilder der Moderne und der Neuzeit anziehen. Auch heute. Weniger das Klassische, mehr das Zeitgenössische, das Experimentelle, das mit Formen, Farben und Gedanken spielt. Das war auch diesmal wieder ganz deutlich.

Mir geht es heute insgesamt recht gut.
Und ich merke, dass ich diesen Zustand nutzen möchte.
Ich weiß nicht, wie lange er anhält. Ich weiß nicht, wie es morgen ist.
Umso wichtiger ist es, das Jetzt wirklich zu genießen.

Wenn dieses Jetzt dann auch noch gemeinsam mit meiner Familie stattfindet, ist es umso wertvoller.

Gestern und auch heute habe ich außerdem wieder mein Übungsprogramm an der Treppe gemacht. Und da passiert etwas:
Mittlerweile schaffe ich es schon ganz gut, eine Treppe normal hochzugehen.
Ohne Nachstellschritt.
Ohne mich am Geländer hochzuziehen.

Es geht nicht immer.
Aber jedes einzelne Mal, das klappt, fühlt sich an wie ein kleines Fest. Und genau darüber freue ich mich – ehrlich und still.

Nachher kochen wir noch zusammen.
Auch das ist Familienzeit.
Nicht spektakulär. Nicht laut.
Aber genau richtig für einen Sonntag.