Tschakka. Januar in kleinen Schritten

Der Januar begann bei mir nicht mit großen Vorsätzen.
Er begann leise. In Fragmenten. In Dingen, die ich schaffe, ohne sie groß zu machen.

Auf meiner neuen Journal-Seite stehen Buchstaben, die noch kein perfektes Wort ergeben:
Ts – ch – ak – ka.

Tschakka.

Nicht als Schlachtruf.
Sondern als innere Bewegung.

Tschakka heißt für mich gerade nicht „Ich kann alles“.
Tschakka heißt: Ich gehe los.
Auch wenn ich zögere. Auch wenn ich müde bin. Auch wenn ich nicht weiß, was danach kommt.

Ein Tschakka war der Termin bei der Onkopsychologin der Bremer Krebsgesellschaft.
Hingehen. Dableiben. Reden. Wieder gehen.
Keine Heldentat. Aber ein Schritt. Und Schritte zählen.

Ein anderes Tschakka ist ein Gedanke, der langsam Form annimmt:
Ich möchte im Chor der Bremer Krebsgesellschaft singen.
Meine Stimme benutzen. Teil von etwas sein. Nicht, um perfekt zu sein – sondern um da zu sein.
Atmen. Klingen. Mich einreihen.

Diese Januar-Seite ist kein Monatsüberblick.
Sie ist kein Kalender. Kein Tracker.
Sie ist ein Sammelort für Belege:

Ich schaffe Dinge.

Manchmal sind es Termine.
Manchmal Entscheidungen.
Manchmal nur das Gefühl, dass ich da war.

Der Januar darf sich füllen.
Mit Buchstaben. Mit Momenten. Mit Mut in kleinen Portionen.

Und vielleicht ist genau das mein Tschakka:
Nicht laut.
Nicht geschniegelt.
Aber echt.

Mir gefällt es und ich bin gespannt, wie die Seite Ende nächste Woche aussieht.