Warum Jogginghosen manchmal gehen müssen

Es darf gut sein – in Abstufungen

Heute möchte ich mich auf dem Blog einem eher schönen Thema widmen.
Mal sehen, ob das so klappt, wie ich es mir wünsche.

Trotz allem Schweren fühle ich mich im Moment gut.
Und ich bin vorsichtig mit diesem Wort.
Gut hat Abstufungen. Gut ist kein Zustand von „alles ist leicht“, sondern eher ein inneres Gleichgewicht, das sich manchmal täglich neu justieren muss.

Ich bemühe mich, dass es mir gut geht.
Nicht im Sinne von Verdrängen oder Schönreden – sondern ganz bewusst, ganz praktisch.

Dazu gehört, dass ich jeden Tag früh aufstehe.
Dass ich Wert darauf lege, gepflegt zu sein.
Ich schminke mich. Ich trage seit einiger Zeit Nagellack.

Etwas, das ich früher nie in Betracht gezogen hätte, weil meine Nägel immer sehr kurz sind.
Aber auch kurze Nägel können Lack tragen. Und Haltung.

Jogginghosen habe ich – nachdem sie fast drei Monate mein fester Begleiter waren – wieder aus meiner Kleidung verbannt.
Nicht aus Strenge. Sondern aus Selbstfürsorge.

All diese Dinge sind für mich kleine Faktoren, die dazu beitragen, dass es mir gut geht.
Dass ich mich gut fühle.
Und genau dieses Gefühl versuche ich auch nach außen zu tragen.

Das bedeutet natürlich nicht, dass plötzlich alles wunderbar ist.
Aber es macht es leichter.
Und manchmal ist „leichter“ schon unglaublich viel.


Neue Gedanken, neue leise Pläne

Hinzu kommen immer häufiger Gedanken daran, was ich Neues ausprobieren möchte.
Noch ist vieles auf die Wohnung beschränkt, weil draußen gerade nicht alles geht.
Nur meine große Hunderunde – die ist jeden Tag gesetzt. Ein fester Anker im Alltag.

In mir regt sich wieder Neugier.
Ein vorsichtiges Vorwärtsdenken.

Ich möchte Urban Sketching ausprobieren.
Ich habe Lust auf Inchie Art.
Mein Bullet Journal hat sich längst in ein Tagebuch verwandelt – weit weg vom ursprünglichen Kalendergedanken. Und genau das fühlt sich gerade richtig an.

Mein Sticken begleitet mich weiterhin.
Und ich spüre, dass ich mich wieder mehr dem Häkeln widmen möchte.
Masche für Masche. Ohne Ziel. Nur für das Tun.


Gut ist nicht laut

Vielleicht ist das alles nichts Großes.
Keine spektakulären Veränderungen.
Aber es sind Zeichen von Leben. Von Bewegung nach innen und außen.

Gut sein darf leise sein.
Gut darf unvollständig sein.
Gut darf sich jeden Tag ein bisschen anders anfühlen.

Und heute fühlt es sich gut genug an, um darüber zu schreiben.