Ein Tag voller Untersuchungen – zwischen Leichtigkeit, Technik und Nervenflattern
Heute war wieder einer dieser Tage, die sich anfühlen, als würden sie aus drei Tagen bestehen. Schon am Morgen ging es los:
Termin beim Zahnarzt. Kontrolle wegen des Bisphosphonats. Eigentlich eine Routine, aber eben doch wichtig, weil jetzt jedes Detail zählt. Ich war nervös, aber es lief gut – und es war ein weiterer Punkt, den ich auf meiner Liste abhaken konnte.
Danach ging es weiter zum Klinikum zum Echo.
„Junge Frau, Sie sind dran.“
Ein Satz, der mich kurz lächeln ließ. Zwischen all dem Schweren war das ein kleiner Lichtblick. Das Echo selbst: Herz in Ordnung. So ein unscheinbarer Satz – und doch so viel Wert. Das Gespräch mit dem Arzt war angenehm. Ruhig. Klar. Und ich merkte, wie ich für einen Moment innerlich weicher wurde.
Dann warten aufs Planungs-CT für die Bestrahlung.
Und wieder diese Nerven. Die Fingerzuckungen, kleine Ticks, die blöden Mini-Blitze… heute besonders präsent. Es ist, als ob Körper und Kopf parallel durcheinander vibrieren. Anstrengend. Zermürbend.
Und dann kam die Maske - oder das was mal eine Maske werden sollte.
Alles so anders als vor zehn Jahren. Damals überall Markierungen auf der Haut, Linien, Kreuze. Diesmal fast nichts – nur wenige kleine Striche, zart und unaufdringlich. Trotzdem tragen sie die ganze Bedeutung auf ihren Schultern.
Unter der Maske war plötzlich Ruhe.
Als würde sie nicht nur meinen Körper, sondern auch meine Gedanken für einen Moment festhalten. Kein Ausweichen, kein Zucken, kein Kontrollieren. Einfach nur atmen und abgeben. Und irgendwie war genau das gut.
Und als ich dachte, der Tag hätte schon genug von mir gefordert, kam noch mein letzter Termin:
Physio.
Lymphdrainage.
Ich war eigentlich nur noch müde, aber mein Körper hat sich geradezu danach gesehnt. Langsame, rhythmische Bewegungen. Ein Moment, in dem ich gespürt habe, wie viel Spannung ich mit mir herumtrage. Und wie sehr ich diese Entlastung gebraucht habe.
Es war viel heute.
Viel für Kopf, Körper und Herz.
Aber ich hab’s geschafft.
Manchmal tragen uns nicht die großen Kräfte durch den Tag, sondern die kleinen Pausen dazwischen, die uns still wieder zusammenflicken.