Heute fühlt es sich ein kleines Stück besser an
Gestern war ich nachmittags mit meinem Kind einkaufen. Eigentlich nichts Großes – und doch war danach einfach alles aufgebraucht. Nicht mal genug Kraft, um den Einkauf wegzuräumen. Also habe ich mich hingelegt. Zwei Stunden tief und fest geschlafen. Der Körper hat sich genommen, was er brauchte.
Die Nacht war dafür kurz. Um zwei Uhr war sie vorbei. Wach. Still. Müde.
Und trotzdem: Heute ist etwas anders.
Heute habe ich zum ersten Mal seit Tagen das Gefühl, dass es wieder aufwärts gehen könnte.
Der Kehlkopf ist weiterhin eine Qual. Schlucken geht nur in Mini-Schritten, nur ganz wenige Schlucke schaffen es vorbei. Aber: Es geht. Und das zählt.
Ich habe heute mein tägliches Toast mit Teewurst gegessen.
Ich habe Karottencremesuppe gekocht – und auch etwas davon gegessen.
Eine halbe Mandarine kam dazu.
Und an Flüssigkeit? Bestimmt schon um die 700 ml.
Das sprengt alles, was in den letzten Tagen – eigentlich fast der letzten Woche – möglich war.
Ich merke: Heute bin ich sehr konsequent mit mir selbst.
Kein Drängen, aber auch kein Wegschieben.
Schritt für Schritt. Schluck für Schluck. Löffel für Löffel.
Es ist noch nicht gut.
Aber es ist besser.
Und manchmal reicht genau das als Hoffnung.