Knochenbiopsie

Knochenbiopsie

Vor 5 Tagen:
Heute war die Knochenbiopsie.
Braucht man sowas? Aus dem Bauch heraus würde ich sagen: Nein.
Aber manchmal brauchen wir genau diese Schritte, um klarer zu sehen. Um zu verstehen, mit wem wir es eigentlich zu tun haben. Um dem Gegner einmal direkt in die Augen zu schauen.
Und jetzt heißt es für mich: warten. Abwarten, was die Pathologie bringt.
Zum ersten Mal seit Tagen ist es in mir still geworden.
Nicht friedlich – aber still.
Ich bin drin im Prozess. Es läuft an. Und ich bin die Hauptfigur. Die Hauptfigur in meinem eigenen Film. Noch bin ich angeschlagen, emotional müde. Ich habe dieses Bedürfnis, mich zu verkriechen… Decke über den Kopf… Wenn ich dich nicht sehe, siehst du mich auch nicht. Kann man machen. Einen Tag. Auch zwei. Vielleicht drei. Aber irgendwann… irgendwann muss etwas passieren.
Ein Schritt. Ein Atemzug. Ein kleines „Weiter“.
Doch zurück zur Biopsie.
Ich kann wirklich nur Positives berichten.
Der RTA – heißt das so? Egal, er war großartig. Freundlich, klar erklärend, warm. Einfach menschlich. Nach dem ersten Bild kam sofort seine Frage:„Wie konnten Sie denn überhaupt noch sitzen?“Konnt ich ja nicht… nicht wirklich.

Dann der Arzt.
Auch da: gute Vorbereitung, verständliche Worte, ohne Angst zu machen.
Die Untersuchung selbst? Schmerzfrei. Nur das erste Piksen der Betäubung war zu spüren. Am Ende saß ich da und sagte:„Wie, schon fertig? Das hat ja gar nicht wehgetan.“ Danke Radiologie Bremen Mitte. Für ein Stück Menschlichkeit an einem Tag, an dem ich sie gebraucht habe.

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