Und nun rennt die Zeit

Und nun rennt die Zeit

vor 6 Tagen:

Und nun rennt die Zeit…Manchmal fühlt es sich an, als würde jemand die Uhr plötzlich auf Vorspulen stellen.

Jeden Tag Termine.
Jeden Tag neue Informationen, neue Gefühle, neue Gedanken, die alle gleichzeitig schreien.
Und während alles im Außen schneller wird, wird es in mir immer stiller.

Morgen früh starten wir mit der Knochenbiopsie.
Hab ich Angst?
Ja.
Verdammt viel.
Vor dem, was kommt.
Vor dem, was man vielleicht hören wird.
Und ja – auch vor morgen.
Vor den Momenten dazwischen.
Vor dem Aufwachen. Vor der Wahrheit.

Heute war die Aufklärung.
Diese Gespräche, in denen man mehr erfährt, als man eigentlich ertragen möchte. Ich jedenfalls.
Und trotzdem sitzt man da, nickt, hört zu, obwohl man innerlich denkt: „Bitte, nicht so detailliert…“
Naja – ganz so viel kam bei mir eh nicht an. Meine Medis hatten mich ein bisschen aus dem Leben gedreht. Passiert, wenn man zu lange wartet und der Körper irgendwann sagt: „Dann mach ich jetzt mal Pause.“
Zwischendurch habe ich im Brustzentrum einen Kaffee getrunken, ein bisschen geschnackt, ein paar vertraute Gesichter gesehen – kleine Inseln im Chaos.
Und dann war da meine Freundin, die mich über Messenger aufgefangen hat, einfach so, zwischen zwei Atemzügen, mit den richtigen Worten im richtigen Moment.
Und jetzt… jetzt sitze ich hier. Die Zeit rennt weiter.
Aber ich atme.
Ich halte mich fest an dem, was mich stützt.
Und ich gehe weiter – auch wenn jeder Schritt gerade ein kleines großes Wunder ist.

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