Wenn es langsam wieder heller wird
17:30 Uhr.
Der Tag fing heute Morgen chaotisch an.
Obwohl ich ohnehin kaum etwas esse, kam dann auch noch massiver Durchfall dazu. Das hat mich erst einmal ganz schön aus der Bahn geworfen. Seitdem ist aber Ruhe eingekehrt – und mit ihr ging es mir spürbar besser.
Und tatsächlich:
Ich habe heute nicht nur meinen Toast gegessen, sondern auch eine Banane. Und vorhin sogar fünf Nuggets und ein paar Pommes. Das mag banal klingen, ist es aber gerade überhaupt nicht. Es wird besser. Wirklich.
Trinken klappt inzwischen schon richtig gut. Essen bereitet zwar immer noch Schmerzen, aber auch da merke ich: Es bewegt sich etwas.
Ansonsten war mein Tag erstaunlich okay.
Mittags hatte ich allerdings massive Kreislaufprobleme. Mein Blutdruck ist im Moment schwer einzustellen. Immer wieder lande ich bei Werten um 80/50 – und dann laufe ich im wahrsten Sinne des Wortes meist nicht mehr.
Ich habe die Dosis bereits halbiert, das war erst ganz gut, scheint jetzt aber nicht mehr zu reichen. Letzte Woche habe ich sie ganz weggelassen, doch dann kletterte der Blutdruck wieder in meinen Grenzbereich um 140/90.
Irgendwo dazwischen liegt wohl mein persönliches Gleichgewicht – und ich werde weiter tüfteln müssen, bis ich mich stabil fühle.
Auch wenn wir dieses Jahr keinen Weihnachtsbaum aufstellen, habe ich mich trotzdem für ein bisschen Deko entschieden. Und heute habe ich sie umgesetzt. Kleine Dinge. Aber sie tun gut.
Am Nachmittag war ich mit meinem Kind unterwegs.
Viel Autofahren.
Mit dem Hund eine große Runde laufen.
Musik hören.
Laut mitsingen.
Einfach befreiend.
Es war ein Tag nach meinem Geschmack.
So kann es gern bleiben.
Bei uns war es den ganzen Tag sehr nebelig. Und mein Kind hat dieses Foto gemacht.
Und irgendwie ist es genau das Licht, auf das ich wieder zugehen möchte.
Das Licht, das mir Wärme gibt.
Und Halt.
Das mich spüren lässt: Ich bin da.
Wie lange?
Keine Ahnung.
Aber das zählt heute auch gar nicht.
Heute zählt nur eins:
Das Leben ist schön.