Zwischen Angst und einem richtig guten Abend
Ich hätte auch einfach zu Hause bleiben können.
Ganz ehrlich, ich hatte einen kleinen Augenblick mit dem Gedanken gespielt.
Es war nicht so, dass ich keine Lust hatte.
Ich hatte sogar Vorfreude.
Aber da war auch dieses leise Ziehen…
dieses „Allein rausgehen“, dieses kleine Unbehagen,
das sich nicht laut meldet – aber da ist.
Ich bin trotzdem gegangen.
Und dann saß ich da.
Mit Menschen. Mit Lachen. Mit Gesprächen, die tiefer gingen als Smalltalk.
Mit gutem Essen.
Mit zwei Aperol - zu viel vielleicht – aber genau richtig für den Moment.
Und irgendwann war sie weg, die Angst.
Nicht spektakulär.
Einfach still verschwunden zwischen einem Lächeln und einem Satz, der hängen bleibt.
Heute sitze ich hier.
Ein bisschen müde.
Ein bisschen verzaust.
Vielleicht sehe ich aus wie „zu wenig Schlaf“ und „zu viel Leben“.
Und weißt du was?
Das bin ich auch.
Aber ich sehe auch:
Ich bin gegangen, obwohl ich gezögert habe.
Ich war da.
Ich habe mir diesen Abend erlaubt.
Und das fühlt sich gut an.
Manchmal ist Mut nicht laut.
Manchmal ist er einfach nur:
Trotzdem gehen.