Zwischen Riss und Wurzel
Dieses Bild und deshalb auch dieser Beitrag, ist anders entstanden als viele meiner bisherigen Arbeiten.
Ich habe nicht mit Stift oder Pinsel gezeichnet.
Ich habe es mit KI erarbeitet.
Nicht, weil ich nicht mehr selbst gestalten möchte.
Sondern weil ich neugierig war.
Weil ich ein inneres Bild hatte, das ich in Worte fassen wollte.
Und weil ich wissen wollte, ob sich dieses Gefühl übersetzen lässt.
Ich habe beschrieben, wie ich mich gerade erlebe.
Eine Kugel. Ein Riss. Licht. Wurzeln.
Und dann habe ich zugeschaut, wie aus diesen Worten ein Bild wurde.
Es ist nicht „nur KI“.
Es ist ein Dialog.
Zwischen meinem Inneren und einer neuen Form von Werkzeug.
Und vielleicht ist genau das gerade mein Thema:
Neue Wege zulassen.
Anders gestalten.
Nicht weniger ich – nur anders ausgedrückt.
Manchmal fühlt es sich an, als würde der Boden unter einem bröseln.
Nicht laut. Nicht dramatisch.
Eher leise. Stück für Stück.
Risse im Außen.
Unsicherheiten. Müdigkeit. Schmerz im Hintergrund.
Gedanken, die schwerer sind als sonst.
Und dann gibt es diesen anderen Raum.
Ich sehe mich sitzen.
In einer glatten, schimmernden Kugel.
Nicht als Flucht. Nicht als Versteck.
Sondern als inneren Raum.
Barfuß. Aufrecht. Ruhig.
Die Kugel ist nicht perfekt.
Sie hat einen Riss. Einen goldenen.
Kein Makel – sondern eine Naht.
Ein Ort, an dem Licht hinein darf.
Kintsugi für die Seele.
Durch diesen feinen Bruch fließt Wärme.
Nicht genug, um alles zu erhellen.
Aber genug, um zu bleiben.
In meiner Hand halte ich eine kleinere Kugel.
Vielleicht ist es Hoffnung.
Vielleicht Zukunft.
Vielleicht nur der nächste kleine Gedanke, den ich nicht loslassen möchte.
Und mein Blick geht nach vorn.
Nicht naiv.
Nicht blind.
Sondern weich.
Da ist dieses sanfte Lächeln, das nicht nur mein Gesicht umspielt, sondern das ganze Bild trägt.
Kein „Alles ist gut“.
Sondern ein „Ich gehe trotzdem“.
Unter mir bricht der Boden auf.
Dunkel. Unberechenbar.
Und doch schwebt die Kugel.
Nicht, weil der Boden stark ist.
Sondern weil aus mir heraus Wurzeln wachsen.
Goldene Fäden, die sich in die Bruchstellen hineinwagen.
Nicht wartend auf sicheren Halt.
Sondern selbst suchend.
Selbst findend.
Ich schaue nicht auf das, was bricht.
Ich schaue auf das, was wachsen will.
Vielleicht ist es genau das, was ich gerade lerne:
Nicht darauf zu warten, dass alles stabil ist.
Sondern zu erkennen, dass Stabilität auch von innen entstehen darf.
Leise.
Und mutig.
Nicht perfekt.
Nicht makellos.
Aber verbunden.
Und vielleicht ist der Riss nicht das Ende der Kugel.
Vielleicht ist er der Anfang von Wärme.