Heute waren wir wieder in der Wohnung meines Dads. Wir haben angefangen, die Küche auszuräumen. Schränke leeren. Sauber machen. Dinge sortieren. Behalten. Verschenken. Wegwerfen. Und irgendwie merke ich, dass mir genau das hilft. Es fühlt sich nicht einfach nur nach „Wohnung auflösen“ an. Es ist ein Abschiedsprozess. So viele Dinge
Ausgerechnet in der dritten Kisqali-Woche, in der mein Akku sowieso nicht gerade auf Hochleistung läuft. Da ist die Abbuchung, auf dem Konto meines Vaters, die mich beschäftigt. Da ist Aiko, bei der sich vielleicht wieder etwas verändert. Da ist die Wohnung von meinem Dad, in die ich eigentlich müsste – und
Das Telefon klingelt abends gegen 20 Uhr. Und eigentlich weiß man schon, dass nichts Gutes kommt, wenn um diese Uhrzeit die Nummer der Klinik auf dem Display steht. „Mein Dad ist tot.“ Dieser Satz ist seitdem in meinem Kopf. Kann doch gar nicht sein. Wir haben doch vor drei Stunden
Ich habe metastasierten Brustkrebs. Aber ich bin so viel mehr als diese Krankheit. Ich bin Mutter. Freundin. Ehefrau. Liebhaberin. Ich bin kreativ, neugierig, ganz oft chaotisch und immer voller Ideen. Ich schreibe gern. Ich zeichne. Ich lese. Ich lerne gerade stricken – Masche für Masche. Ich spiele Gitarre und ich singe.