Hochzeit, Honeymoon und so

Berlin Oct 4, 2016

ich habe mir vorgenommen das mein Blog zukünftig mehr vom Leben, vom Geniessen handeln soll, als von Krankheit…und somit fang ich einfach gleich damit an…
hinter mir liegt eine aufregende Zeit…
„jeder heirate so wie es ihm gefällt und zu ihm passt“
wir haben es definitiv so getan und es war von der ersten Minute an einfach nur grossartig und genau richtig…
mein Mann hatte im Vorfeld gewitzelt und gemeint „oh wir bekommen bestimmt einen Standesbeamten der gerade geschieden wurde oder so“…haha…weit gefehlt…wir haben die coolste Standesbeamtin bekommen, die es für uns geben kann…es passte von der ersten Minute an…es wurde viel gelacht und auch gab es, als sie unser, von uns verfasstes, Eheversprechen las, ganz stille Momente…im Anschluss wurde wieder viel gelacht…als ich mit meinem Mann mittags nach Hause kam brauchte ich echt ne Auszeit…sonst hätt ich den Tag nicht mehr lange überlebt…
am Abend kamen unsere Gäste…wir wurden überhäuft mit schönen Geschenken…unter anderem auch Geld für eine Reise nach unseren Wünschen…
wir feierten bis morgens um 4 und es war einfach nur wunderschön…
das alles ist 3 Wochen her und ich liebe jeden einzelnen Tag den ich verheiratet bin…
meine Freundin Caro fragte mich ob ich mich nun anders fühle…ja…irgendwie schon…mein Mann und ich wir waren eh schon immer eine Einheit und im letzten Jahr noch näher zusammen gerückt…aber das jetzt, das hat noch mal irgendwie was anderes gemacht…ich fühle mich vollkommener…irgendwie…weiss auch nicht wie ich das besser beschreiben kann…ich guck Marc an und denke „MEINS“ 🙂
ein schönes Gefühl…die ersten Tage, wenn ich irgendwo seinen Namen gelesen hab, dann fühlte ich mich als hätt ich nen Bruder bekommen…jetzt ist mittlerweile angekommen das es mein Mann ist…

zwei Tage nach der Hochzeit haben wir überlegt wo unsere Reise hingehen soll…meine Eltern hätten gern gesehen das wir nach Barcelona oder so fliegen…wir persönlich lieben ja Deutschland…und deshalb haben wir erst daran gedacht wieder mal nach München zu fliegen…da aber gerade Oktoberfest ist, fiel das ganz schnell aus…
dann kam Berlin in die nähere Auswahl und letztendlich haben wir auch gebucht…vom 01.-04.10. …ich hab mich nie länger als ein paar Stunden in Berlin aufgehalten und meine Meinung, das in dieser Stadt nur Verrückte leben können, halte ich auch nicht hinter dem Berg…
also buchten wir das Hotel und auch die Züge für Hin- und Rücktour…
am Samstag ging es los…heute sind wir zurück…
ich bin noch immer ein bisschen geflasht…
hinter uns liegen 57km zu Fuss in Berlin…es war einfach grossartig…das Wetter, bis auf ganz wenige Ausnahmen war immer sonnig und trocken…
wir sahen Berlin, bei Nacht aus einem Bus, im Lichtermeer…
vom Wasser aus auf der Spree…
zu Fuss durch Friedrichshain und Kreuzberg…
unter Tage bei einer Tour von Berliner Unterwelten…
wanderten auf geschichtlichen Pfaden…
fanden einen leckeren Italiener…fern ab von Touristrecken…
tranken bei Mo´s Coffee in Prenzlauer Berg einen leckeren Chai Latte…
bei Curry 36 in Kreuzberg gabs ne Currywurst – was sonst…
sahen viele Sehenswürdigkeiten und Denkmäler…
wanderten an der Spree entlang…
lauschten einem Klassikkonzert am Berliner Dom und betrachteten dabei ein richtig schönes Lichtspiel…
sassen auf dem Gendarmenmarkt und beobachteten Leute…
sassen auf den Treppen neben dem Bahnhof und hielten das Gesicht einfach in die Sonne…
unser Hotel, das Steigenberger am Kanzleramt war ebenfalls nach unseren Vorstellungen…ein Zimmer mit Blick Richtung Stadt…nachts liessen wir die Gardinen offen und stellten fest „diese Stadt schläft nie“…egal wie spät oder früh…immer waren Menschen unterwegs…
ich breche für Berlin eine Lanze…
ich möchte nicht in dieser Stadt leben, aber sie ist definitiv eine Reise wert…Berlin du bist ne coole Stadt…ich hab mich richtig wohl gefühlt…
und am 03.10. überkam mich wie immer eine leise Melancholie…das kenn ich schon seit einigen Jahren…in diesem Jahr war es etwas mehr als sonst…wir machten ja eine Unter Tage Führung mit den „Berliner Unterwelten“ mit…Thema „unterirdische Fluchten von Berlin nach Berlin“…besuchten einiges an geschichtlichen Orten…liefen an der East Side Gallery entlang…und mir ist in diesem Jahr bewusst geworden das ich nichts von dem hätte was ich habe, wenn diese Mauer immer noch geschlossen wäre…nicht meinen Mann…nicht meinen Sohn…nicht meine Selbstbestimmung so wie ich sie lebe…nicht meine Freunde…
ja ich weiss, dann hätte ich halt andere…aber hey…ich liebe mein Leben genauso wie es ist…mit genau den Leuten, die es mit mir teilen…mit Dingen die ich mache…und allein deshalb bin ich froh das alles so ist wie es ist…

so und nun für heute genug…ich bin müde…meine Füsse schmerzen und ich muss meine Wunden lecken 😉
morgen Abend geht es mit meinem Sohn los…Richtung Campingplatz…noch ein paar Tage geniessen, bevor wir am Sonntag dort unsere Zelte für dieses Jahr abbrechen…
das Wochenende darauf soll es noch mal in den Harz gehen…da kommt unser Sohn dann aber auch mit…

In Lumia Selfie bearbeitet

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