Puh. Gerade ist einfach alles zu viel.
Ausgerechnet in der dritten Kisqali-Woche, in der mein Akku sowieso nicht gerade auf Hochleistung läuft.
Da ist die Abbuchung, auf dem Konto meines Vaters, die mich beschäftigt.
Da ist Aiko, bei der sich vielleicht wieder etwas verändert.
Da ist die Wohnung von meinem Dad, in die ich eigentlich müsste – und bei der allein der Gedanke gerade schon reicht, damit in mir alles dichtmacht.
Und irgendwo dazwischen bin ich.
Genau das macht mir im Moment Angst. Nicht nur das viele Drumherum. Sondern die Sorge, mich selbst dabei wieder aus den Augen zu verlieren. Wieder nur zu funktionieren. Zu regeln. Zu organisieren. Für alle und alles da zu sein – und irgendwann festzustellen, dass für mich selbst nichts mehr übrig ist.
Dabei weiß ich es eigentlich: Ich kann nicht alles gleichzeitig tragen.
Heute Nachmittag treffe ich Julia. Darauf freue ich mich. Ein bisschen reden, ein bisschen verstanden werden, vielleicht auch lachen. Einfach kurz Kraft tanken. Und bis dahin versuche ich, wirklich nur ein Schritt nach dem nächsten.
Nicht die ganze Wohnung.
Nicht Aikos ganze Zukunft.
Nicht mein ganzes Leben.
Nur den nächsten Schritt.
Vielleicht bedeutet gut auf mich achten gerade auch, zu akzeptieren, dass manches heute eben nicht geht.
Und dass ich trotzdem genug bin. ❤️