Reha – Tag 4
Ein Tag, an dem nichts passiert ist
Heute ist ganz wenig passiert. Oder vielleicht doch ziemlich viel.
Der Tag begann mit Kopfschmerzen und wenig Energie. Trotzdem bin ich morgens noch eine Runde laufen gegangen. Danach war erst einmal Pause angesagt: bis zum Mittagessen liegen, ein bisschen stricken, nichts müssen.
Nach dem Essen ging es mir etwas besser. Zu zweit saßen wir noch zusammen und beschlossen irgendwann, das Gelände und die Gebäude ein wenig zu erkunden. Schließlich wollen wir morgen auch wissen, wo wir hinmüssen. Die Sonne schien, also blieben wir anschließend noch draußen sitzen. Als dann ein Eiswagen kam, musste natürlich noch ein Eis her.
Später ging es zurück aufs Zimmer. Ein bisschen auf dem Balkon sitzen, ein bisschen stricken. Alles langsam und in meinem Tempo.
Nach dem Abendessen saßen wir zu dritt noch lange zusammen und redeten. Das mag ich hier besonders: den Austausch. Nicht immer über Krankheiten, Therapien und Befunde, sondern einfach über das Leben.
Jetzt, um halb neun, zeigt meine Body Battery noch 18 Prozent an. Der Tag hat also durchaus Kraft gekostet. Und trotzdem fühlt er sich nach Erholung an.
Es ist wirklich nichts Besonderes passiert. Nur Sonne. Ein Eis. Gespräche. Stricken. Pausen. Und vielleicht war genau das heute besonders genug.